Mindestens 4 Tote
Ein Tornado hat gestern nahe der österreichischen Grenze im tschechischen Mähren gewütet. Mindestens vier Menschen erlagen ihren Verletzungen. Auch in Österreich gab es große Schäden.
Wien, 25. Juni 2021 | Ein Jahrhundertsturm hat gestern massive Verwüstungen in Tschechien angerichtet. Besonders zwischen Breclav, das mit der Schnellbahn aus Wien erreichbar ist, und Hrusky war der Schaden enorm. Neben vier Toten waren über hundert Verletzte zu beklagen, in Hrusky verlor gar jeder Dritte sein Dach über dem Kopf. „Es ist die lebende Hölle“, sagte der tschechische Regionalgouverneur Jan Grolich über die Zustände in Südmähren.
Unwetter auch in Österreich
Der Tornado, der Nahe der österreichischen Grenze seinen Höhepunkt erreichte, machte sich auch in Ober- und Niederösterreich bemerkbar. Laut Hagelversicherung beträgt der Schaden allein für die Landwirtschaft 28 Millionen Euro. Faustgroße Hagelkörner regneten vom Himmel und ließen massive Zerstörungen hinter sich. Franz Resperger vom Landesfeuerwehrkommando Niederösterreich sprach von mehr als 300 Hausdächern, die durch den Hagel zerstört worden seien. Sie seien „regelrecht durchlöchert“ worden, so Resperger.
Einsatzkräfte in Österreich und Tschechien waren durchgehend im Einsatz, das niederösterreichische Rote Kreuz rückte in den Abendstunden nach Tschechien aus. Zwei schwer verletzte Opfer des Tornados in Tschechien wurden vom ÖAMTC nach Österreich gebracht. Ihr Zustand ist stabil.
(dp)
Titelbild: Twitter/Filip Horký