»Perspektivenlosigkeit, Unsicherheit«
Dutzende junge ORF-Journalistinnen und -Journalisten kritisieren in einem an die Generaldirektion adressierten Brief ihre Arbeitsverhältnisse im ORF. “Für viele Mitarbeiter:innen in prekären Vertragsverhältnissen ist die derzeitige Situation im gesamten Unternehmen untragbar”, heißt es in dem Schreiben, das vom “Dossier”-Journalisten Ashwien Sankholkar auf Twitter veröffentlicht wurde. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz kündigte gegenüber der APA zeitnahe Lösungen an.
Ein #Aufschrei im @orf. (THREAD) Eine Gruppe junger Journalist*innen appelliert wenige Tage vor der Generaldirektorenwahl an Amtsinhaber @wrabetz und Herausforderer @ThomasPrantner, @TotzauerLisa & Roland Weißmann. Den brisanten Brief lesen Sie hier: https://t.co/mFssmXurtV
— Ashwien Sankholkar (@AshSankholkar) August 4, 2021
Zwar werde immer wieder die Relevanz junger Mitarbeitender betont, um das Unternehmen zukunftsfit zu machen, “doch die Lösung kann nicht nur in der Rekrutierung neuer Arbeitskräfte liegen – vielmehr ist es dringend notwendig, faire Arbeitsverhältnisse für bereits seit Jahren im ORF tätige Mitarbeiter:innen zu schaffen”, steht in dem Brief. Die jungen ORF-Mitarbeiter bemängeln unter anderem Verträge, die nicht ihren redaktionellen Tätigkeiten entsprechen, Honorare, die lediglich ein Leben am Existenzminimum oder darunter zulassen, Willkür bei den Fixanstellungen oder eine “unfaire und für uns unerklärliche Kluft zwischen Fernseh- und Hörfunkhonoraren”.
“Strukturelle Benachteiligung” gegenüber anderen Kollegen
Ihr Arbeitsalltag sei von “Unsicherheit, struktureller Benachteiligung gegenüber anderen Kolleg:innen und Perspektivenlosigkeit für unsere langfristige Lebensplanung” geprägt. “Dieses absurde Vorgehen wird dem größten und wichtigsten Medienunternehmen Österreichs einfach nicht gerecht”, schreiben die Jungjournalisten und fordern klare, planbare und faire Arbeitsverhältnisse mit einer Entlohnung, die ihren Kompetenzen und ihrer Arbeitsleistung entsprechen.
“Es war prinzipiell gut, dass die betroffenen Mitarbeiter in Arbeitsverhältnissen jenseits der restriktiven Aufnahmekriterien angedockt haben. Aber jetzt muss die Situation geregelt werden. Das war und ist im Laufen”, sagte ORF-Chef Wrabetz zur APA. Der Großteil der Fälle – manche der Journalistinnen und Journalisten schilderten mit Fallbeispielen ihre Situation – werde bis zum Ende des 3. Quartals gelöst sein, kündigte Wrabetz an. Hinsichtlich Freier Radiomitarbeiter sei die Situation komplex. “Aber auch da müssen wir schauen, pragmatische Lösungen zu finden”, so der ORF-Generaldirektor, der betonte, seit längerem mit Christiana Jankovics aus dem ORF-Zentralbetriebsrat in Verbindung zu stehen.
(red/apa)
Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.
Titelbild: APA Picturedesk