Festgenommen
Weil es zu viel geweint haben soll, hat eine junge Frau aus Wien ihr Kind so lange geschüttelt, bis es still war. Das Baby erlitt ein Trauma und kämpft im Spital um sein Leben. Die Mutter wurde am Dienstag festgenommen.
Wien, 10. August 2022 | Ein vier Monate altes Baby soll von seiner Mutter (28) in Wien-Favoriten so stark geschüttelt worden sein, dass es ein sogenanntes Schütteltrauma erlitt. Die Mutter wurde festgenommen und hat zugegeben, das Kind aus Verzweiflung, da es ununterbrochen geweint habe, einmal geschüttelt zu haben, teilte die Polizei am Mittwoch mit.
Lebensbedrohliche Verletzungen
Zu dem Vorfall war es bereits am 29. Juli gekommen. Die Eltern hatten die Rettung alarmiert und im Krankenhaus stellten die Ärzte lebensbedrohliche innere Verletzungen fest. Da der Verdacht eines Schütteltraumas bestand, wurde die Polizei verständigt.
Das Landeskriminalamt Wien nahm die Ermittlungen auf. In einer ersten Vernehmung räumte die Österreicherin das Schütteln ein. Am gestrigen Dienstag bestätigte ein gerichtsmedizinisches Gutachten, dass die Verletzungen mit hoher Wahrscheinlichkeit durch Fremdverschulden entstanden sein dürften.
Festnahme
Die 28-Jährige wurde noch in den Abendstunden auf Grund einer Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien festgenommen. Das Baby befindet sich weiterhin in kritischem Zustand im Krankenhaus, so die Polizei.
(apa/red)
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