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ZackZack am Montagmorgen – 20. März 2023

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ZackZack am Montagmorgen – 20. März 2023

ÖVP-Minister bei Rückzahlung von Corona-Strafen skeptisch, Glücklichste Nationen: Österreich auf Platz 11, gewaltige Algenfront bedroht Strände in den USA und Credit Suisse wird von der UBS übernommen.

Wien | Was am Montag wichtig ist:

ÖVP-Minister bei Rückzahlung von Corona-Strafen skeptisch

Wien | Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) zeigt sich skeptisch, was die im schwarz-blauen Arbeitsübereinkommen in Niederösterreich vorgesehene Rückzahlung von verfassungswidrigen Corona-Strafen anbelangt. “Für mich geht sich das weder als Juristin noch als Verfassungsministerin aus”, sagte die Verfassungsministerin zur “Krone” (Online-Ausgabe).

Auch Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) hatte in der “ORF-Pressestunde” am Sonntag eingeräumt, dass die Rückzahlung rechtlich schwierig werden könnte. Es gehe aber darum, in der Pandemie entstandene Gräben zuzuschütten. Darüber hinaus hatte Karner das auf massive Kritik stoßende schwarz-blaue Bündnis in Niederösterreich verteidigt. Man soll die Zusammenarbeit “an ihren Taten messen”, plädierte er.

Glücklichste Nationen: Österreich auf Platz 11

Helsinki | Das globale Glücksempfinden ist trotz Krisen konstant geblieben. Finnland bleibt das Land mit der glücklichsten Bevölkerung, wie aus dem am Montag veröffentlichten Weltglücksbericht hervorgeht. Trotz der deutlich schlechteren Sicherheitslage in Europa infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und des noch nicht abgeschlossenen NATO-Beitritts belegte das EU-Land zum sechstem Mal in Folge den Spitzenplatz im Ranking. Österreich kam wie im Vorjahr auf Rang 11.

Hinter dem nördlichsten EU-Land Finnland folgen in dem jährlichen Ranking mit einigem Abstand Dänemark, Island, Israel und die Niederlande, ehe Mit-NATO-Anwärter Schweden sowie Norwegen, die Schweiz, Luxemburg und Neuseeland die Top Ten komplettieren. Während Österreich stabil auf dem elften Platz blieb, machte Israel im Jahresvergleich einen Satz von Rang neun auf vier. Deutschland rutschte dagegen um zwei Plätze auf Rang 16 ab. Klar am unglücklichsten unter den 137 untersuchten Staaten sind Afghanistan und der Libanon.

Die beteiligten Wissenschafterinnen und Wissenschafter, die den Bericht auf Basis von Umfragen des Instituts Gallup veröffentlichen, berechnen das Ranking jeweils auf Basis von Daten der vergangenen drei Jahre. Für das Glücksempfinden haben sie sechs Schlüsselfaktoren ausgemacht: soziale Unterstützung, Einkommen, Gesundheit, Freiheit, Großzügigkeit und die Abwesenheit von Korruption.

Gewaltige Algenfront bedroht Strände in den USA und der Karibik

Washington | Eine gewaltige Masse Braunalgen treibt auf die US-Küste und Strände im Golf von Mexiko zu. Insgesamt bewegten sich rund 6,1 Millionen Tonnen der Algen aus dem Zentralatlantik in Richtung Karibik, berichteten Meeresforscher der Universität von Südflorida. Das sei die zweitgrößte Menge der Algen seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2011. Erste Ausläufer der Algenwolke seien bereits an Stränden der mexikanischen Halbinsel Yucatán angespült worden, hieß es.

Medienberichten zufolge sind auch Strände der Insel Key West, an der Südspitze der USA, bereits betroffen. Die Algen beeinträchtigen die wichtige Tourismusindustrie in der Region.

Wenn die Algen nach dem Anlanden verwesen, setzten sie das nach faulen Eiern stinkende Gas Schwefelwasserstoff frei, schrieb das Gesundheitsamt von Florida auf seiner Webseite. Das Gas sei nicht gefährlich, könne jedoch Augen und Atemwege reizen.

Credit Suisse wird von der UBS übernommen

Zürich | Die Zukunft der Credit Suisse ist entschieden. Die schwer angeschlagene Großbank wird vom größeren Lokalrivalen UBS übernommen. Das gaben der Schweizer Bundesrat sowie Vertreter der beiden Institute und der Aufsichtsbehörden Sonntagabend bekannt. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) unterstützt die Übernahme mit einer Liquiditätshilfe von 100 Milliarden Franken (rund 101 Mrd. Euro) an beide Banken.

Eine Übernahme der zweitgrößten Schweizer Bank Credit Suisse durch UBS ist die bedeutendste Bankenfusion in Europa seit der Finanzkrise vor 15 Jahren. Vorausgegangen war ein das ganze Wochenende dauernder Verhandlungsmarathon, an dem die Beteiligten der beiden Banken sowie Spitzenvertreter von Politik und Aufsichtsbehörden teilgenommen hatten.

Um allfällige Risiken für die UBS zu reduzieren, spreche der Bund der UBS zudem eine Garantie im Umfang von neun Milliarden Franken zur Übernahme von potenziellen Verlusten aus, heißt es weiter. Mit den getroffenen Maßnahmen werde sichergestellt, dass die SNB der Credit Suisse im Bedarfsfall umfassend Liquidität zur Verfügung stellen kann.

Titelbild: GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com

Autor

  • Benedikt Faast

    Redakteur für Innenpolitik. Verfolgt so gut wie jedes Interview in der österreichischen Politlandschaft.

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